Intensiv Business Barcamp


Irland. Das war es, was ich schon lange wollte ->
Nach Irland reisen. Da kam der Aufruf auf Facebook richtig.
Kurz nachgefragt und dann gebucht: 6 Tage an der Westküste in einem tollen Haus direkt am Meer mit
7 selbstständigen Frauen zu einem Business Barcamp.

Irgendwann fragte ich mich: Claudia, was machst du da? Diese Art von Spontaneität mit völlig Fremden für einen längeren Zeitraum? 
Die Frage hätte ich vielfältig beantworten können und so sagte ich mir abschließend: Claudia, das ist eine gute Übung für dich um los zu lassen, so nimm was kommt und wenn es nicht passt, genießt du die Zeit am Meer und machst das Beste draus.

Die Frage nach dem versprochenen Inhalt und Ablauf

Was aber sollte schon schief gehen? Ein Barcamp lebt vom Mitmachen und ich lebe im Hier und Jetzt und nehme was kommt. Allerdings habe ich mich wirklich ganz doll auf einen beruflichen Austausch gefreut, denn im Vorfeld hieß es:

Einstimmen und kennen lernen, Ideen sammeln und Themen festlegen.

Jeden Tag sollten Themensessions stattfinden und abends noch einmal. 
Zwischendurch sollte es ein kleines kulturelles Programm geben, Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anschauen. 

Also genau mein Ding und dann das Ganze mit selbständigen Frauen, alle im Alter ab 40 Jahren, in einem wohl luxuriösem Haus. 

Dafür schien mir auch der gut bemessene Preis angemessen. 

Es kam anders. 

Bereits im Vorfeld gab es kleinere Diskrepanzen was den Ablauf betraf. Und auch beim Ankommen waren einige Punkte, die nicht reibungslos geklärt wurden. Das hätte leicht
mit ein paar direkten Worten geklärt werden können. Ich fand mich mit der Lösung ab, auch wenn sie definitiv nicht so war, wie gewünscht.

Sehr schade fand ich es, das der Charakter eines Barcamps so gut wie gar nicht verfolgt wurde:

Trotz der Aussage, das die Veranstalterin nicht die Leitung übernehme wollte, wurde von ihr jeder Versuch, das Geschehen in geschäftliche Bahnen zu lenken, übergangen. Einmal wurden 3 Themen gesammelt, aber einen Tagesplan geschweige denn einen Sessionplan hatten wir nicht. Wir fingen auch eine Vorstellungsrunde an, die endete dann bei einer Teilnehmerin, die gleich ihr Thema platzierte. Für den Moment nicht schlimm, hätte ich allerdings gewusst, das in diesem Augenblick die Vorstellungsrunde endete, hätte ich etwas gesagt. Da ich aber für mich beschlossen hatte, nicht in die Führungsrolle zu schlüpfen, hielt ich meinen Mund. Zu oft in dieser Woche, muss ich im Nachhinein gestehen. Leider war es dann so, das sich die Veranstalterin sehr dieser Teilnehmerin widmete und so auch in den nächsten Tagen wenig konstruktiv gearbeitet wurde.
Ich versuchte es noch 2, 3x, wurde aber immer ausgebremst. Genau wie die Anderen.
Zu meiner Schande ließ ich es geschehen, denn ich wollte für mich üben, das klappte gut. Schade war, das die Gruppe gespalten war und es keinerlei Aktivitäten der Veranstalterin gab, das zu ändern. Eher im Gegenteil. Begegnung auf Augenhöhe, das wurde im Vorfeld genannt, spürte ich wenig. 4 von uns fügten sich in dieses Schema, eher resigniert als freudig. Wir hatten gute Gespräche, aber privater Natur. Ich habe 3 Frauen kennen gelernt, die ich gerne wieder treffen möchte, privat aber auch zum beruflichen Austausch, da ich glaube, das wir Viel von einander lernen können.

Mein Fazit:



Irland - die Westküste - ist fantastisch. Da möchte ich noch einmal hin.

Ich habe für mich ein weiteres Mal festgestellt, das Integrität, Respekt und Verlässlichkeit für mich sehr wichtig sind. Das brauche ich im Zusammensein mit Anderen. Genau wie offene und ehrliche Worte. Und ich habe beobachtet, das wertschätzender Umgang nicht mit "bitte" und "danke" abgetan werden kann, wenn sonst der Umgang mit 'ins Wort fallen' und ungefragt 'Aufgaben übernehmen' übergriffig sein kann. Auch halte ich es in einer Gemeinschaft, wie auch immer diese geartet sein mag, für sehr wichtig, rücksichtsvoll zu sein und nicht nur an das eigene Ego zu denken.
In Summe kann ich meine bisherige Meinung von Veranstaltungen wie gehabt zusammenfassen: Struktur und Regeln sind für eine Gemeinschaft unerlässlich. Aber ich bin meinem alten neuen Traum ein Stück näher und werde in den kommenden Tagen weiter daran feilen und überlegen, wie ich diesen umsetzen kann. Ich bin gespannt. Das Leben ist so schön.

Sonnige Grüße
🌞

von Ihrer

 

Claudia Wolf

www.cwp-management.com


 

 


Was oder wer ist also ein guter Coach?

Diese Frage habe ich in einem anderen Blog Beitrag beantwortet.


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