zum Jahresende

In dieser Jahreszeit, wenn es länger dunkel ist und die Menschen sich meistens in ihre 4 eigenen Wände zurück ziehen, ist die Mehrzahl unzufrieden, traurig, hat depressive Phasen und fängt an zu grübeln.
 
Die Menschen bekommen das Gefühl, dass sie jetzt etwas verändern sollten. Sie denken über ihre Partnerschaft, ihre Familie und ihren Beruf nach. Manchmal wird auch die finanzielle Situation überdacht.
 
Gerade jetzt höre ich von meinen Kunden, dass sie müde und ausgebrannt sind. Das sie keine Lust mehr haben. Es ist auch egal, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt.
 
Und der diesjährige Trend verschlimmert diesen Gemütszustand:
 
Visionen
Träume
Mehr haben, bekommen, erreichen.
Sei nicht zufrieden mit dem, was du hast.
Da geht noch mehr.
oder
Denke positiv, verändere deine innere Haltung.
Es gibt doch genug Frauen/Männer, sei nicht so anspruchsvoll, dann findest du eine/n PartnerIn.
 
Als ob es mit diesen Aussagen getan wäre. Natürlich gibt es auch immer wieder Workshops, Kurse, online und im echten Leben. Aber so einfach ist es eben nicht.
Ich habe ja schon Blogartikel zur Zufriedenheit (Zufriedenheit 1 und Zufriedenheit 2) geschrieben. Denn für mich ist EINES ganz wichtig:
Akzeptiere erst einmal, was ist.
Wer du bist.
Was du hast.
Sei stolz und glücklich, über das, was du bereits erreicht und erlebt hast.
Denn vom Grundsatz her ist es so: DU bist GUT so, wie du bist. Ja. Das sehe ich so.
Und auch wenn du wirklich etwas verändern möchtest, ist es wichtig, zu wissen, WER du bist, denn sonst kannst du gar nicht herausfinden, WER DU SEIN möchtest.
Nimm dir die Zeit um dich zu betrachten, inne zu halten und zu reflektieren. Ich selber weiß aus eigener Erfahrung, es ist nicht leicht.
Sich hinzusetzen und die Stille und vielleicht auch die Leere auszuhalten. Aber erst wenn ich das geschafft habe, erst wenn ich wirklich fühle, dann kann ich mich nach Neuem umsehen.
Wenn es dann überhaupt noch nötig ist.
Denn vielleicht stellst du im Zwiegespräch mit dir selber fest:
Ich bin gut, so wie ich bin.
Danke, deine
Claudia